life live
Ich war zum Feierabend mit zwei Kollegen, einer Transe namens Yasmin, einer unserer Stammnutten und einem ihrer Stammfreier im
Vagabund einen Absacker trinken.
Mal ehrlich: Hört sich das irgendwie komisch an?
Und wenn schon. Es war ein gelungener, bunt gemischter Abend.
breezerbox - 4. Apr, 05:42
Ich brauchte einen Tag um darüber hinweg zu kommen und mich selbst einer Systemanalyse zu unterziehen, bevor ich es öffentlich machen konnte, aber in der vorletzten Nacht sprach meine kleine schwarze Katze mit ihrer neuen Freundin, einem little baby-Giraffen-girlie. Die beiden spielten vergnügt im Garten... Und damit die Giraffe nicht zu riesig auf meine kleine Katze wirkte, legte sie sich bäuchlinks auf ein Schäfchenmuster bezogenes Bügelbrett und kraulte die Katze sanft mit ihrem linken Vorderhuf am Bauch und-
Okay, ich brauche dringend einen Seelenklempner oder zumindest einen ausgebildeten Tierpfleger? Was fressen Giraffenkinder eigentlich und kann man ihnen beibringen das Katzenklo zu benutzen? Und die wichtigste Frage: Kann es sein, dass meine Erkältung mir einen nächtlichen Fieberschub beschert hat? Bitte?! Das geht doch wieder weg, ja?
breezerbox - 30. Okt, 14:38
Nachdem seit einer knappen Woche endlich alle groben Renovierungsarbeiten in meiner Wohnung abgeschlossen sind und zumindest fast alle Möbel wieder dort stehen, wo sie hingehören, muss ich feststellen, dass es doch eher die kleineren Dinge des Lebens sind, die mich beschäftigen.
So tropft zum Beispiel seit Tagen der Abwasseranschluss meiner Waschmaschine. Seit einem Dutzend Tagen ungefähr, würde ich sagen, wenn es geläufig wäre. Oder nehmen wir mal die Einlegebödennupsies meiner Bücherregale. Das Abhandenkommen von fünf dieser kleinen Metallstifte mit Gummikopf verhindert mit unangebrachter Leichtigkeit das Einräumen eines ganzen Umzugskartons in ein 2000€-Regal! Das ist unverhältnismäßig, wenn Ihr mich fragt, und in seinen Auswirkungen gerade sogar teurer als die vier Maler und die acht Eimer Latexfarbe für das frische Weiß an meinen Wänden. Und dann hätten wir noch die TV-Dose im neuen Wohnzimmer. Sie funktioniert nicht. Die Dose im ehemaligen Wohnzimmer funktioniert, aber das bezieht ja gerade mein Bruder. Mein Bruder übrigens ist eins der größeren Dinge, die noch fehlen in meiner Wohnung (Gut, er ist bestimmt kein Ding, das ist mir schon klar, aber ich wollte in jeder Hinsicht sachlich bleiben.), denn Monsieur sitzt lieber noch ein wenig bei Mutti auf der Couch und lässt sich füttern. Anyway-
Zum Thema "kleine Dinge" fällt mir sonst noch ein, dass irgendwie meine Küche zu klein ist oder ich zu viele Putzmittel und Eimer und Wischbumstrallala habe, das in Schränken und unter Spülen verstaut werden muss und daher kein Platz mehr für einen Mülleimer bleibt. Bevor ich also eine Lösung hatte, half ich mit Mülltüten aus, die ich irgendwo hinhängte, wo sie niemand sah, weil ich das nicht mag. In Folge dieser Unsichtbarkeit meines Hausmülls, des Papiermülls und des Plastikmülls, eröffneten die Maler eine neue Müllstelle mit Malermüll, mein Bruder im Vorbeilaufen eine weitere mit brüderlichem Müll und zuguterletzt mein Jet-Lag mit japanischem Müll. Und da sollte man aufpassen, denn die Jungs vom Städtischen Müllfach achten auf Kleinigkeiten! Warum sonst sollten sie den armen Gonzo aus der Muppet Show vor der Müllpresse retten, ihm liebevoll eine Prinzessinnen-Tiara aufsetzen und ihn vorne an den Kühler ihres Dienstwagens knoten?
Und Vorsicht mit kleinen Strichen auf Plakaten. Ich hätte so gerne ein Balkan Peeling versucht, es klang irgendwie verlockend, wenn auch ungewöhnlich, aber auf eine Party, die sich verheißungsvoll "Balkan Feeling" nennt, kann ich widerum sehr gut verzichten.

breezerbox - 16. Okt, 10:12
Mein bH ist ja bekanntlich gar nicht mehr mein bH und weilt auch nicht mehr in Berlin sondern in Frankfurt. Von Frankfurt kommt sie aber morgen und holt noch ein paar letzte Kisten. Sozusagen Bergbau am gestern erwähnten Bürokartonmassiv.
Übermorgen kommt dafür mein Bruder aus Dortmund und bringt andere Kisten mit. Viele Kisten. Ein komplett neues Gebirge. Das kann er dann erstmal in die Küche stellen, denn da steht ja noch immer nichts. Zumindest nichts, was da auch etwas zu suchen hätte.
In eben diesem Dortmund übrigens kuschelt sich grad mein Jet-LAG in halbwegs gemütliche Hotelkissen. (Hinter diesem Synonym verbirgt sich meine schon wieder schmerzlich vermisste, ständig durch die Weltgeschichte herumjettende LebensAbschnittsGefährtin. Bei dem Wörtchen "Abschnitt" möge man in diesem Zusammenhang bedenken, dass es durchaus auch sehr lange Abschnitte geben kann.) Und während sie also so in Dortmund herum Jet-LAGt, koche ich halt in ihrer frisch ins gleiche Haus gezogene Küche. Hierbei handelt es sich übrigens um die neue Mieterin, die ich
hier im ersten Abschnitt erwähnte. Außer der Küche benutze ich dann auch gleich noch das frisch platzierte Bettchen, denn in meinem liegt ja schon ein bH.
Ringelpietz, sag ich doch.
Ringelpietz ohne anfassen, denn mein bH und ich fassen uns schon länger nicht mehr an, seinen Bruder anzufassen gehört sich nun wirklich nicht und die neue Mieterin ist zu weit weg um angefasst werden zu können.
Mist, so ist das Spiel blöd.
breezerbox - 28. Sep, 22:51
Wäre ich Dolly Parton oder Chaka Khan, schrub ich ein Lied übers Umziehen. Umziehen bedeutet körperlichen, psychischen und finanziellen Stress und ist zeitaufwendig. Und blöd!
Ich bin nicht einmal umgezogen, wollte nur'n bißchen renovieren und was ist passiert? Ein Mal umgezogen ist wie ein Mal abgebrannt, heißt es. Nun, ich bin abgebrannt, ganz ohne Ortswechsel, und trotzdem sind die Wände weißer als vorher. Interessant, nicht wahr?
Interessant ist auch, dass all mein Hab und Gut in Kistenbergen steckt, die an noch nicht weißen Wänden hochragen wie die Massive der Alpen, nur ohne Ewiges Eis auf den Gipfeln. Hm, wird wohl am Klimawandel liegen. Interessant ist obendrein, dass zwei komplette Küchen in meiner Wohnung stehen, die eine nur leider vollkommen zerpflückt und wie bestellt und nicht abgeholt in meinem Wohnzimmer, wo sie nicht hingehört, die andere wie ein zum Voodoo-Zauber hingeworfener Knochenhaufen originalverpackt im Büro, wo sie nicht hingehört.
"Schatz kochen wir heute im Wohnzimmer oder im Büro?"
"Nun, was empfiehlt denn der Marcellino's, wo wir hingehen sollten?"
Gekocht wird nirgends, denn auch ich koche nur mit Wasser, aber wohl eher nicht ohne und Wasser ist knapp dort im Bereich der Küche und im Bad steht leider keine. Blöd.
A propos Bad und blöd: Ich habe etwas Lindgrünes in meiner Toilette, was sich weder durch konsequentes Spülen noch durch anschubsen mit Klobürste bewegt. Es sieht aus wie zu Stein erstarrte grüne Sprühsahne auf ebenfalls grünem Streusselkuchen, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es genau das sein könnte. Oder doch? Ich habe jedenfalls drauf gepinkelt. Ohne Erfolg.
Und während ich so nachgrüble, warum die lindgrüne Sahne nicht aus meiner Toilette will, überlege ich, seit wann genau meine hellgrauen Badezimmerfussbodenfliesen weiß Getüpfelt sind. Keine Flecken, nichts Verschmiertes, Verwischtes oder Gekleckstes, nein, Microgetüpfel. Hat was, aber ich will's nicht haben. Wischen ist gut, aber nur gegen Dreck, nicht gegen Tüpfel. Schrubben ist bestimmt gut gegen Tüpfel, wenn man denn einen Schrubber hat! Jetzt tun mir die Knie weh vom auf den Fliesen Rumrutschen und Enttüpfeln per Hand, klassisch mit Schwämmchen und Scheuermilch auf dem Kriegspfad gegen den hinterhältigen Tüpfelterror. Sie haben sich gewehrt, die Schweine, aber ich hab viele erwischt!
Morgen ist auch noch ein Tag.
Ein Tag ohne Küche.
breezerbox - 27. Sep, 20:05
Hab ich schon erwähnt, dass ich im weit, weit entfernten Sommer beim Barbra Streisand-Konzert in Berlins Waldbühne war? Hab ich? Okay. Nur eins noch: Es war groß-ar-tig!
So, und nun zu Gwen.
Das Konzert war letzten Freitag im Velodrom und, wenn auch in einer ganz anderen Dimension, ebenfalls großartig.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten das Publikum mitzureissen (Die Vorgruppe war echt gruselig und zum Anheizen echtma nich zu gebrauchen!), hechtete Frau Stefani kurzerhand in den Innenraum der Halle, bahnte sich konsequent eine Schneise durch ab sofort entfesselt kreischendes Publikum, kletterte mit monströsen Absätzen über Absperrungen und die steile, stoffabgehängte Radrennbahn bis auf die schmale Balustrade, auf der sie singend als wäre nix weiter passiert und/oder gäbe es kein Morgen ihr Publikum abspazierte. Crazy chick! Sie war keine Armlänge von uns entfernt, also von Hasi und mir. Nun ja, eine Armlänge oder eher eine unüberwindbare dunkelhäutige Armbreite stressschwitzender Security, und ich Blödi mach' nicht einmal einen Handyschnappschuss. Und Hasi macht auch keins.
Ich dachte: Puh, is die dick geschminkt. Naja, muss man ja auch bis hier sehen.
Und: Puh, schwitzt die Arme. Naja, bei dem Rumjehüppe?
Und: Puh, is die Ärmste dürr. Currywurst, Babe?
Aber an ein Foto dachte ich nicht. Sie kam sogar den gleichen Weg zurück, aber ich dachte nur: Himmel, der Typ von der Sicherheit hier vorne ist kurz vorm Infarkt.
Und: Nu lauf doch nicht so mit diesen unmöglichen Absätzen, Du fällst noch.
Aber an ein Foto...
Sehr schönes Event, wirklich.
Danke sehr, Gwen Stefani. Und kommense bald wieder.

breezerbox - 19. Sep, 21:42
Zwei Mädels, ordentlich aufgetakelt auf 17, sind also höchstens 14, sitzen sich in der S-Bahn Richtung Westkreuz gegenüber.
"Ey.", sagt die eine, laut schmatzend auf ihrem Kaugummi rumbeißend. "Ey, findste isch hab misch verändert oder so?"
Die andere hat gerade den Lautsprecher ihres Handys aktiviert und sucht auf dem integrierten MP3-Playser nach einem Lied, das voll abgeht. Sagt sie.
"Nä. Wieso, ey?"
Die erste zieht sich im angeschmutzten Spiegelbild der S-Bahn-Fenster ihre in speckschwarten Optik geschminkten Lippen nach mit ihrem rosa LipFinityMonsterShinyUltraLongStrongHoldKussecht-Gloss.
"Na, Max hat gesagt, isch hab misch voll verändert, ey, weil isch so viel saufe, Alter."
Sag das bitte mal, während Du Dir die Lippen schminkst und dabei noch lauthals auf Deinem Kaugummi rumknarzt! Respäääkt, Alte!
Ghetto-Girl Nummer zwei wippt mit dem Kopf und begleitet die schräpende Musik aus ihrem Handy mit Lauten, die wohl mit Kehlkopf und Zunge zu Stande kommen müssen.
"Ahuh ahuh, yeah Rihanna! Ahuh ahuh, good girl gone bad."
"Ey, Du erzählt aber niemandem, dass isch mit Max gefickt hab, ey! Okay?", schmatzt das Ertse, ein kleines Dickerchen, wie ich feststelle, als ihr Shirt den kleinen Röllchen am Bauch keinen Halt mehr bot. Naja, eben noch richtiger Babyspeck.
Die Zweite schreit durch den Zug, dass es mir noch jetzt in den Ohren dröhnt und sich eine Gruppe Reisender auf dem Gleis des Hauptbahnhofes erötend wegdrehte:
"EY, ALTER! Für was für eine Schlampe hälst Du misch bitte? Hä? Nie, ey, NIE würde isch IR-GEND-JE-MAN-DEM erzählen, DASS DU MIT MAX GEFICKT HAST, MANNNN!!!!" Okay, Ghetto-Girl kann ein Geheimnis für sich behalten. Aber nicht singen, was sie nicht weiter zu stören scheint.
"You can stand under my umbrella, ella ella, eh eh eh..."
Glossy-Girl, offenkundig beruhigt vom lautstarken Schwur ihrer Freundin wirft ein neues Thema ins Gespräch:
"Was'n eigentlich dieses "Ambrälla"?"
Ghetto-Girl wippt mittlerweile enthusiastisch mit dem gesamten Oberkörper:
"Keinen Schimmer.
Under my umbrella, ella ella, eh eh eh..."
Gute Besserung, Mädels.
breezerbox - 12. Sep, 17:39
My Bunny lies somewhere in Stuttgart.
My Bunny lies over the Spree.
My Bunny lies somewhere in Stuttgart.
Oh bring back my Bunny to me.
Bring back,
bring back....
Hierbei, übrigens, ist mir vollkommen Schnuppe, ob Ihr over the Spriii singt oder to meeee so ausprecht, dass es sich auf Spree reimt. Hauptsache ist doch, dass es sich überhaupt reimt.
Irgendwie.
Auf Teufel komm raus!
Ich bin immerhin schon gerührt, obwohl's mich gleichzeitig schüttelt.
Nun denn, war'n Versuch wert...
A propos Bunny.
Fast ein ganzes Jahr ist es schon wieder her, dass ich auf Hasenjagd ging, stattdessen aber ein Hase auf mich schoss und mitten ins Herz traf.
Ob das häufiger passiert?
Ich bin jedenfalls froh, dass ich nicht auf Enten- oder Rehjagd war. Schon schüttelt's mich wieder!
Unterwegs war ich übrigens mit meinem lieben Freund Frank, dem Barcelona Bereisenden, Brieftaschen Bestohlenen und vielleicht deshalb gar nicht Zurückgereisten.
Ich sollte ihn anrufen...
breezerbox - 11. Sep, 20:37
Zunächst einmal: Der neue Ik*a Katalog ist da! Jupieh!
Für diejenigen, die meine Mutter kennen: Bitte nicht verraten, vor allem nicht mein Jupieh.
Erst vor ein paar Tagen stöberte ich durch das schwedische Pressgla- und Spanplattenschlaraffenland auf der Suche nach einer neuen Küche. Es ist nicht so, dass meine zusammenbräche, nein, sie wird mir nach vier jähriger, enger Zusammenarbeit ausgebaut, aber das ist eine andere Story, mui dudosamente!
Wir stöbern also und Muttern sagt mal hier "Och, das ist doch ganz süss. Wenn ich jung wäre und kein Geld hätte..." und mal dort "Das wäre doch auch irgendwie ganz hübsch. Wenn ich kein Geld hätte zum Beispiel, dann...". Ich werfe ihr von der Seite einen strafenden Du-sollst-doch-nicht-lügen-Blick zu und treffe ins Schwarze. "Schon gut. Schon gut! Ich find's nicht süss und ganz bestimmt nicht hübsch, nicht einmal irgendwie! Ich find's schauerlich und abartig, okay? Ich bin eben verwöhnt und verkorkst, na und? Ich bin nicht geschaffen für Billigschrams, und jetzt?"
Gar nix jetzt, nur eine neue Ik*a-Küche. Jetzt!
Für den Preis bekäme ich bei meiner Mutter im Geschäft nicht einmal den Unterschrank für die Spüle. Naja, grad so vielleicht. Aber sicher keine Taschenfederkernluxusmatratze (Hab' ich abjestaubt, hi-hi!), auf der ich zu ruhen gewohnt bin, wenn auch derzeit alleine. Daher bin ich Taschenfederkernluxuswitwe, denn auf Stroh zu schlafen ist ja wohl voll out, ey.
Da mein Häschen jetzt unter die beruflich bedingten Kurzzeittrucker/Innenen gegangen ist, ruhe ich also allein.
Und nerve meine Kollegen seitdem täglich mit TruckStop, The BossHoss und Dolly Parton, so als kleinen Tribut an mein Truckerbunny. Zu meiner Überraschung sind Dollys Songlyrics altersklassen- und geschlechterübergreifend bekannt. Gut, der erste Kommentar bei Männern ist leider häufig "Höhö, die Countrymaus mit den dicken Titten, höhö!", aber den Text können sie trotzdem.
Ob die Gäste spontan mit mir Square dancen würden, wenn ich sie dazu aufforderte? Wäre nach meinem Geschmack. Mal testen...
Hello, Dolly!

breezerbox - 8. Sep, 17:44
Sie: "Hast Du wohl."
Er: "Hab' ich gar nicht."
Sie: "Hast Du wohl!"
Wie dem auch sei.
Mein Bruder hat mal gedacht, er hätte Malaria, nein er hätte es beschwören können, nachdem er seinen sechzehnten Geburtstag mit allem begossen hatte, was das Rückbuffet der Clubdisco auf Fuerte Ventura so her gab.
Was mich aber wirklich beschäftigt, ist die Frage, was eigentlich bei der Post Komisches läuft. Also, nicht bei der PinAG, aufm juten alten Postamt zum Beispiel.
Eine Dame mittelalterlichen Alters: "Sag'nse mal, Jungchen, wo ham Siiiiie eigentlich Ihre Benehme her?"
Das junge Männchen: "Entschuldigen Sie, ich habe es eilig, Sie sind so langsam gegangen, da habe ich mich an Ihnen vorbeigeschlängelt."
Die Mittelalterliche hält an einem Regal mit allerlei Kikerlitzchen und krallt sich im Gittereinlegeboden fest. "Ick loof nich einfach nur so aus Jux so langsam, Jungchen. Ick bin betrung'n.", lallt sie. "Und eine betrung'ne Dame so einfach hinderrücks su überholen, jehört sich nich."
Da blieb nicht nur dem Jungchen die Spucke weg.
"Unwerschämt geradesu.", höre ich sie noch nuscheln, als ich mit meiner geliehenen Sackkarre die dreißig Kilo Katzenstreu an ihr vorbeibuchsiere. (Sonst klappt liefern lassen von einem laut schimpfenden DHL-Lieferanten über irgendwelche Backsteine immer ganz gut...)
Und in 10117 Mitte bebriefträgt eine Hünin die Häuser, dass die Briekästen vor Angst nur so klappern, wenn sie mir ihrem gelben Spielzeugwägelchen heranrollt. Da würd sogar Xena freiwillig das Feld räumen, da bin ich sicher. Alleine das rambomäßige Tuch an ihrer Stirnplatte.
Ich hab mal'n Briefträger geküsst. Als ich aber hörte, dass einem Irrtum unterlag und ausschließlich Schornsteinfeger Glück bringen, habe ich ihn abserviert.
Die Post.
Post.
Irgendwie macht sie mir Angst, diese Post.
breezerbox - 6. Sep, 19:54