Das Pabst Projekt

Montag, 15. Juni 2009

Versuch macht kluch

Vor fünf Jahren habe ich mich das erste Mal an einem Skript versucht. Immerhin über zweihundert Seiten lang und so ganz ohne Plot. Ein Wunder, dass ich es so überhaupt auf zweihundert Buchseiten geschafft habe. Dann habe ich den Entwurf weggelegt. Kein Überblick, keine Dynamik: Keine Lust.
Dann der zweite Versuch. Neue Story, ein Plot, derselbe Held. Beinahe hundert Seiten habe ich geschrieben, dann war auch dieses Feuer erloschen. Warum? Mein Held hat mich genervt. Ich hatte genug von dem Jammerlappen, der sich von seiner Vorgesetzten unterbuttern ließ und sein Können unter den Scheffel stellte. Was sollte das? Ich würde mich doch nie länger als ein oder zwei Tage mit so einer Knackwurst auseinandersetzen und jetzt verbrachte ich schon Wochen mit dieser Heulsuse. Schon das zweite Mal.
Das Skript flog in die Tonne. Ich habe nicht einmal eine Kopie aufbewahrt.
Neuer Versuch. Alte Story, neue Dynamik (oder überhaupt mal eine Dynamik), aufgemotzter Held; tiefer gelegt, Spoiler ran, Loch in den Auspuff und die Geschwindigkeitssperre raus. Oh ja, schon besser.
Der Plot steht, die Story fließt geradezu ins Dokument. Jetzt nur nicht anhalten und rum redigieren.
Nicht umgucken, laufen!

Freitag, 12. Juni 2009

Liebe Serienkiller-Jäger, geh ruhig kacken.

Wer sich gar nicht erst an einem Buch versucht, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er sich nicht Autor nennen darf. Das dachte ich mir zumindest, habe mich an meinen Schreibtisch gesetzt und ein Konzept erstellt. Also, ich habe versucht, ein Buchkonzept zu erstellen. Nachdem ich übrigens diverse Bücher darüber gelesen habe, wie man genau das tut.
Und da stand eigentlich auch, was das alles für eine schweinemäßige Arbeit bedeutet, aber ich wollte ja nicht hören.
Inhaltlich ging es einigermaßen schnell, Orte, Morde (Ja, es wird bei mir Zuhause gemordet!), Opfer...– Aber die Hauptfigur war schwer. Ist schwer. Deshalb habe ich mir was ziemlich Schizophrenes überlegt: Der Junge kriegt'n eigenes Weblog.
Da kann er sich beschweren, wenn ihm etwas nicht passt, das ich ihm andichten will, da kann er sich austoben, aufs Klo gehen, die Fussnägel schneiden oder sich mit Prostituierten vergnügen. Und so weiter, und so weiter. Und warum? Weil er das in meinem Buch höchstwahrscheinlich nicht darf.
Wenn er aber so viele Dinge des alltäglichen, realen Lebens nicht darf, wie soll ich ihn dann kennenlernen? Was soll ich mit einem Kerl, der sich nie die Zähne putzt und nicht zum Friseur geht? Geht denn der Jäger eines Serienmörders zum Friseur. Aber ich bitte darum.
So, jetzt kann der Bursche also machen und sagen, was er möchte und wann er es möchte.
Sein Name?
Tom Pabst.

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