Es könnte alles so einfach sein, ist es aber nicht.
Das steht auf einem Radiergummi, den ich geschenkt bekommen habe. Und es stimmt. Ich kann nämlich noch nicht einmal diesen ersten Satz einfach so hinschreiben, weil ich mir erst überlegen muss, ob ich den oder eher das Radiergummi bevorzuge.
Ja, ich weiß, ich wollte das Leben genießen und nicht alles so ernst und schwer nehmen, aber mir fehlt ernsthaft die Zeit dazu, und das ist nun einmal sehr schwer. Ob ich will oder nicht interessiert da niemanden. Zeit. Wie kommt man da ran?
Essen gehen, selbst kochen, ins Museum, ins Theater, ins Kino, Bücher lesen, Füße hochlegen, abschalten, sich unterhalten und austauschen, Schokolade essen, zum Sport gehen, Krimi schreiben, Kekse backen, die Oma anrufen, Wäsche waschen, zum Friseur, Massage, die Katze füttern, die Spielmaus werfen ... Ich könnte das alles unter einen Hut kriegen, die Frage ist nur: Wann?
Ich habe mir als zeitsparende Maßnahme bereits Hörbücher gekauft, dabei kann ich wenigstens gleich auch Kartoffeln schälen und die zweite Überarbeitung meines eigenen Buches liegt auf einem Stick, den ich immer bei mir trage, damit ich im Büro gleich noch eine Stunde anhängen kann, bevor mich Zuhause wieder etwas von meinem Vorhaben ablenkt, aber was kann ich noch tun? Ich kann ja schlecht in der Badewanne mit einem Orangen-Eukalyptus-Bad entspannen und zur gleichen Zeit in der Neuen Nationalgalerie stehen. Es dürfte auch seltsam aussehen, wenn ich im Fitnessstudio mit einer Rührschüssel und einem Schneebesen in den Händen auf dem Laufband stehe und versuche, den Po zu straffen. Oder soll ich im Theater die Catnip-Maus vom Rang werfen und gucken, ob Corinna Harfouch hinterher sprintet und sich darauf herumwälzt?
Nein, sollte ich wohl besser nicht. Und jetzt?
Ja, jetzt fehlt mir Zeit, weil ich ja irgendwann auch noch arbeiten muss, um meine Einkäufe in der oberen Etage des KaDeWe leisten zu können und weil ich meinen Job ja obendrein auch noch gerne mache. Es ist ein Dilemma, denn wenn die Frage nicht lauten kann, wo ich mehr Zeit hernehmen kann, so lautet sie doch eindeutig: Worauf verzichten? Und das ist es doch eben nicht, was ich wollte. Verzichten.
Ich werde jetzt noch ein paar Minuten lang darüber nachdenken und gleichzeitig meine Mailbox im Büro einrichten, das spart mindestens 2 Minuten, die ich dann später verlesen oder verkochen kann, mal sehen. Aber diesen Beitrag zu bloggen hat mich andererseits auch bestimmt 5 Minuten gekostet... 5 Min. Blog - 2 Minuten = ... Und woher bekomme ich jetzt die 3 Minuten, die mir fehlen?
Ja, ich weiß, ich wollte das Leben genießen und nicht alles so ernst und schwer nehmen, aber mir fehlt ernsthaft die Zeit dazu, und das ist nun einmal sehr schwer. Ob ich will oder nicht interessiert da niemanden. Zeit. Wie kommt man da ran?
Essen gehen, selbst kochen, ins Museum, ins Theater, ins Kino, Bücher lesen, Füße hochlegen, abschalten, sich unterhalten und austauschen, Schokolade essen, zum Sport gehen, Krimi schreiben, Kekse backen, die Oma anrufen, Wäsche waschen, zum Friseur, Massage, die Katze füttern, die Spielmaus werfen ... Ich könnte das alles unter einen Hut kriegen, die Frage ist nur: Wann?
Ich habe mir als zeitsparende Maßnahme bereits Hörbücher gekauft, dabei kann ich wenigstens gleich auch Kartoffeln schälen und die zweite Überarbeitung meines eigenen Buches liegt auf einem Stick, den ich immer bei mir trage, damit ich im Büro gleich noch eine Stunde anhängen kann, bevor mich Zuhause wieder etwas von meinem Vorhaben ablenkt, aber was kann ich noch tun? Ich kann ja schlecht in der Badewanne mit einem Orangen-Eukalyptus-Bad entspannen und zur gleichen Zeit in der Neuen Nationalgalerie stehen. Es dürfte auch seltsam aussehen, wenn ich im Fitnessstudio mit einer Rührschüssel und einem Schneebesen in den Händen auf dem Laufband stehe und versuche, den Po zu straffen. Oder soll ich im Theater die Catnip-Maus vom Rang werfen und gucken, ob Corinna Harfouch hinterher sprintet und sich darauf herumwälzt?
Nein, sollte ich wohl besser nicht. Und jetzt?
Ja, jetzt fehlt mir Zeit, weil ich ja irgendwann auch noch arbeiten muss, um meine Einkäufe in der oberen Etage des KaDeWe leisten zu können und weil ich meinen Job ja obendrein auch noch gerne mache. Es ist ein Dilemma, denn wenn die Frage nicht lauten kann, wo ich mehr Zeit hernehmen kann, so lautet sie doch eindeutig: Worauf verzichten? Und das ist es doch eben nicht, was ich wollte. Verzichten.
Ich werde jetzt noch ein paar Minuten lang darüber nachdenken und gleichzeitig meine Mailbox im Büro einrichten, das spart mindestens 2 Minuten, die ich dann später verlesen oder verkochen kann, mal sehen. Aber diesen Beitrag zu bloggen hat mich andererseits auch bestimmt 5 Minuten gekostet... 5 Min. Blog - 2 Minuten = ... Und woher bekomme ich jetzt die 3 Minuten, die mir fehlen?
breezerbox - 22. Okt, 13:00

