Besinnliche Feiertage, Teil I
Meine Großmutter mütterlicherseits erzählt:
"Früher war es ja bei uns in der Gegend üblich, zu Weihnachten jedes Jahr ein Reitturnier auszurichten. Deine Mutter, deine Tante Sabine und dein Onkel Theo waren alle sehr begabte Springreiter. Jedenfalls, wenn sie wollten. Ich war immer stolz auf meine drei Kinder, abgesehen von einem Jahr.
Die Turniere fanden traditionell draußen statt, egal wie kalt es war und dein Großvater meinte, die Kinder müßten ein Glas Punsch trinken, damit sie nicht allzu sehr frören.
Der kleine Theo war damals kaum 14 Jahre alt und kotzte im hohen Bogen vom Pferd, aber er ritt tapfer durch bis zum Schluss. Immerhin wurde er Dritter.
Deine Tante Sabine verlor an irgendeiner Barrikade die Kontrolle über ihren Fuchs, weil er Klatschgeräusche der Menge nicht mochte, und lag schon im Dreck, bevor sie die erste Hürde angehen konnte, aber deine Mutter war die Schlimmste.
Sie war wohl kaum bei einem Glas Punsch geblieben und so betrunken, dass sie die Hindernisse nahm, wie es ihr gerade in den Sinn kam. Sie flocht mittendrin Figuren aus der Dressur ein und irgendwann hatte sie wohl keine Lust mehr, sprang über den Zaun des Parcours und preschte übers Feld in den nächsten Wald." Meine Mutter nickt zustimmend.
"Ich war immer gerne im Gelände.", sagt sie.
"Ach Quatsch. Du warst so besoffen, dass du schon drei Mal mit dem Kopf gegen den Türrahmen an der Box gedonnert bist, bevor du überhaupt auf dem Gaul gesessen hast.", winkt meine Oma ab. Mutter:
"Stimmt. Eigentlich hätte ich das Turnier trotzdem gewinnen müssen. Ich war immernoch besser als die anderen."
"Früher war es ja bei uns in der Gegend üblich, zu Weihnachten jedes Jahr ein Reitturnier auszurichten. Deine Mutter, deine Tante Sabine und dein Onkel Theo waren alle sehr begabte Springreiter. Jedenfalls, wenn sie wollten. Ich war immer stolz auf meine drei Kinder, abgesehen von einem Jahr.
Die Turniere fanden traditionell draußen statt, egal wie kalt es war und dein Großvater meinte, die Kinder müßten ein Glas Punsch trinken, damit sie nicht allzu sehr frören.
Der kleine Theo war damals kaum 14 Jahre alt und kotzte im hohen Bogen vom Pferd, aber er ritt tapfer durch bis zum Schluss. Immerhin wurde er Dritter.
Deine Tante Sabine verlor an irgendeiner Barrikade die Kontrolle über ihren Fuchs, weil er Klatschgeräusche der Menge nicht mochte, und lag schon im Dreck, bevor sie die erste Hürde angehen konnte, aber deine Mutter war die Schlimmste.
Sie war wohl kaum bei einem Glas Punsch geblieben und so betrunken, dass sie die Hindernisse nahm, wie es ihr gerade in den Sinn kam. Sie flocht mittendrin Figuren aus der Dressur ein und irgendwann hatte sie wohl keine Lust mehr, sprang über den Zaun des Parcours und preschte übers Feld in den nächsten Wald." Meine Mutter nickt zustimmend.
"Ich war immer gerne im Gelände.", sagt sie.
"Ach Quatsch. Du warst so besoffen, dass du schon drei Mal mit dem Kopf gegen den Türrahmen an der Box gedonnert bist, bevor du überhaupt auf dem Gaul gesessen hast.", winkt meine Oma ab. Mutter:
"Stimmt. Eigentlich hätte ich das Turnier trotzdem gewinnen müssen. Ich war immernoch besser als die anderen."
breezerbox - 28. Dez, 11:21

