Ein Freund
Nennen wir ihn einfach einen Freund. Einen groß gewachsenen, breitschultrigen, dunklen, stolzen Freund aramäischer Abstammung; sanft, aber ungeduldig. Er mag keinen Schnickschnack, dieser Freund, besonders nicht an seinen Getränken. Keine Schirmchen, keine bunten Strohhalme mit Lametta, kein halbes Kilo Obstsalat, keine Sahne, keinen Zucker, nichts. Bier, Gin Tonik, Kaffee. Fertig.
Kurz bevor ihm die Nerven durchgehen, sagt er immer "Junge" zu Typen, die er gerne hauen würde.
Dieser Freund jedenfalls ging aus purer Neugierde eines Tages auf der Rosenthaler Straße am Hackeschen Markt zu Starbucks und bestellte sich einen Kaffee zum mitnehmen. Togo eben. Der quirlige Starbucksangestellte fragte:
"Kaffee? Was denn für einen Kaffee? Richtigen Kaffee, Cappuccino, Frappuccino, Milchkaffee, Kaffee Latte, Espresso, double..."
"Kaffee.", brummte der Freund, den Wortschwall verkürzend.
"Okay.", sagte der Starbucksi, aber meinte damit nicht etwa, dass er verstand, was er nun zu tun hatte. Stattdessen fragte er munter hüpfend vor einer Tafel herumfuchtelnd:
"Und welcher Kaffee soll es sein? Mit Haselnussröstung oder vielleicht Schokoladenröstung oder mit Vanillesirup, Karamelsirup, Cocossirup, Zimtgeschmack?"
"KAFFEE."
"Brauchst Du vielleicht Süssstoff, braunen Zucker, Honig, Sojamilch, Halbfettmilch, Skim Milk-"
"JUNGE, was ist so schwer zu verstehen an K A F F E E !? Ich komm Dir da gleich mal rüber und ich sicher, dass es Dir nicht gefallen, wenn ich erstmal drüben bin. Verstehst Du, was ich meine?" Starbucksi nickt, die Menge jubelt.
Hm, vielleicht kommen die Amis mit diesem Konzept besser klar, wenn ich das so lese, als wir genügsamen Berliner. Wir hatten ja fürher auch nix, verstehste? Warum dann jetzt plötzlich diese unnütze Fragerei? Und gibt's da eigentlich kein Milchmädchen?
Kurz bevor ihm die Nerven durchgehen, sagt er immer "Junge" zu Typen, die er gerne hauen würde.
Dieser Freund jedenfalls ging aus purer Neugierde eines Tages auf der Rosenthaler Straße am Hackeschen Markt zu Starbucks und bestellte sich einen Kaffee zum mitnehmen. Togo eben. Der quirlige Starbucksangestellte fragte:
"Kaffee? Was denn für einen Kaffee? Richtigen Kaffee, Cappuccino, Frappuccino, Milchkaffee, Kaffee Latte, Espresso, double..."
"Kaffee.", brummte der Freund, den Wortschwall verkürzend.
"Okay.", sagte der Starbucksi, aber meinte damit nicht etwa, dass er verstand, was er nun zu tun hatte. Stattdessen fragte er munter hüpfend vor einer Tafel herumfuchtelnd:
"Und welcher Kaffee soll es sein? Mit Haselnussröstung oder vielleicht Schokoladenröstung oder mit Vanillesirup, Karamelsirup, Cocossirup, Zimtgeschmack?"
"KAFFEE."
"Brauchst Du vielleicht Süssstoff, braunen Zucker, Honig, Sojamilch, Halbfettmilch, Skim Milk-"
"JUNGE, was ist so schwer zu verstehen an K A F F E E !? Ich komm Dir da gleich mal rüber und ich sicher, dass es Dir nicht gefallen, wenn ich erstmal drüben bin. Verstehst Du, was ich meine?" Starbucksi nickt, die Menge jubelt.
Hm, vielleicht kommen die Amis mit diesem Konzept besser klar, wenn ich das so lese, als wir genügsamen Berliner. Wir hatten ja fürher auch nix, verstehste? Warum dann jetzt plötzlich diese unnütze Fragerei? Und gibt's da eigentlich kein Milchmädchen?
breezerbox - 26. Dez, 12:05

